Edles Fleisch von glücklichen Büffeln

Ein Zeitungsbericht über männliche Büffelkälber, die - vermeintlich überflüssig - von Mozzarella-Produzenten entsorgt wurden, machte die Geschäftspartner Martin Jaser und Manuel Ruess fassungslos. Sie entschieden zu handeln und gründeten "Büffel Bill".



Bruno Kalbermatten, Content & Media hat die Geschichte von "Büffel Bill" überzeugt und das Unternehmen für das Gastromagazin DURST von Feldschlösschen aufbereitet. Das Credo von "Büffel Bill" ist ein nachhaltiger und ethischer Fleischkonsum. Dass männliche Büffelkälber nutzlos entsorgt werden, war für Martin Jaser und Manuel Ruess unhaltbar. Diesen Zustand wollten die zwei Geschäftspartner so schnell wie möglich ändern.


Es dauerte zwei Jahre, bis die Büffel Bill GmbH mit Sitz in Schaffhausen 2016 an den Start gehen konnte. "Mit unseren Büffelprodukten beliefern wir die Spitzengastronomie und -hotellerie in der Schweiz und in Deutschland genauso wie Privatkunden", sagt Manuel Ruess. Sein Geschäftspartner Martin Jaser hat in St. Gallen Betriebswirtschaft studiert und lobt die Schweiz: "Das Land ist offen für hochwertiges und nachhaltiges Fleisch. Hier wird das Tierwohl stärker beachtet als in vielen anderen europäischen Ländern."

Das Portfolio des jungen Unternehmens ist enorm: Es reicht von edlem Filet über Gourmet-Burger bis hin zu Büffelknackern und handgefertigten Maultaschen. Auch der natürliche Mozzarella di Bufala Campana D.O.P. darf im Angebot von "Büffel Bill" nicht fehlen. Ausschliesslich aus reinster Büffelmilch gefertigt, ist der Käse durch seinen geringen Laktat-Gehalt besonders allergikerfreundlich. "Wir leisten Pionierarbeit, indem wir mit den besten Züchtern der Welt zusammenarbeiten", sagt Manuel Ruess.


Nachhaltiger und ethischer Fleischkonsum

Sowohl im eng verbundenen Familienbetrieb an der italienischen Amalfi-Küste als auch auf den kooperierenden inhabergeführten Höfen im argentinischen Naturschutzgebiet werden nicht bloss die weiblichen Wasserbüffel aufgezogen. "Wie bei unseren Exklusivpartnern in Deutschland gibt es eine hohe Wertschätzung gegenüber diesem sanftmütigen, robusten Tier, das einen wertvollen Beitrag zur Landschaftspflege leistet." Reinstes Futter versteht sich ebenso von selbst wie eine stressfreie Schlachtung.


"In unserer Manufaktur in Singen wird das Fleisch dann zugeschnitten und nach eigener Methode gereift", erklärt Martin Jaser, der selbst aus einer Metzgerfamilie vom Bodensee stammt. Food-Enthusiasten lieben das fettarme Büffelfleisch, das mit tollen Nährwerten punkten kann. Anders als bei künstlich gemästeten Rindern, fungiert hier nicht das Fett, sondern die reine Fleischfaser als Geschmacksträger. "Unsere Kunden haben einen hohen Anspruch an die Qualität und den Geschmack – und sie interessieren sich für die Geschichte dahinter", sagen die beiden "Büffel Bill"-Gründer, die in naher Zukunft wohl noch viele neue Büffel-Produkte auf den Markt und damit auch in die Schweizer Hotellerie und Gastronomie bringen werden.

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